9. Juli 2023 / Aus aller Welt

Mega-Partys bei Mega-Wetter - ein Wochenende im Hitzetaumel

Die hohen Temperaturen machten Wasser zum hochbeliebten Element. Ob Regendusche beim «Schlagermove», Badewannenregatta oder der nächste Springbrunnen - Plätze am Wasser ließen die Hitze erträglicher werden.

Bei schönstem Sommerwetter genießen zahlreiche Urlauber die Strände der Ostsee.
von dpa

Heißes Wetter für «Schlagermove», «Rave The Planet», den Kölner Christopher Street Day und etliche andere Open-Air-Veranstaltungen: Bei Temperaturen von oft deutlich über 30 Grad ließ es sich am Wochenende bis tief in die Nacht hinein gut feiern. Allerdings war die Hitze für viele auch eine Herausforderung: Bei so manchem Veranstaltungsgast spielte der Kreislauf nicht mehr mit. Die Feuerwehr in Berlin, wo am Samstag die Techno-Parade «Rave The Planet» mit rund 200.000 Teilnehmenden lief, vermeldete angesichts der Hitze ein erheblich erhöhtes Einsatzaufkommen.

Für Kinder bedeutete das Wochenende vielerorts ungetrübten Badespaß. In Freibädern und an Seen tummelten sich die Massen, überall waren Plätze am Wasser heiß begehrt. In Pokrent in Mecklenburg-Vorpommern wurde die Badewannenregatta auf dem Dorfteich bejubelt. Ausflügler zog es an Wasserläufe und Springbrunnen, unzählige Stand-up-Paddler waren unterwegs, an Nord- und Ostsee genossen Badegäste den Tag am Meer. «Der Ort ist voll, der Strand ist voll, die Parkplätze sind voll», sagte eine Sprecherin der Tourist Information Boltenhagen am Sonntag. Viele Strandkorbverleiher an der Ostsee waren ausgebucht.

Beim «Schlagermove» in Hamburg mit rund 400.000 Feiernden richtete die Feuerwehr am Samstag einen kühlenden Sprühregen ein. In Köln zog am Sonntag die Christopher-Street-Day-Parade bei sengender Hitze durch die Innenstadt. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) rief bei der Demo dazu auf, bei dem schwül-heißen Wetter aufeinander Acht zu geben. Teilnehmer und Zuschauer sollten ausreichend trinken und sich möglichst viel im Schatten aufhalten.

Trockenheit schürt Waldbrandgefahr

Bis zu 37 Grad heiß war es am Sonntag nach vorläufigen Daten des Deutschen Wetterdienstes (DWD) zum Beispiel in Neckarwestheim bei Heilbronn in Baden-Württemberg.

Wegen der Trockenheit gibt der DWD die Waldbrandgefahr in großen Teilen Deutschlands als hoch an. In einigen Regionen etwa in Bayern, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen kam es zu kleineren Bränden auf Feldern und im Wald. Ursache für die Feldbrände waren mehrfach technische Defekte an landwirtschaftlichem Gerät. In vielen Gegenden Deutschlands ist derzeit die Getreideernte in vollem Gange.

Nach Unwettergefahr am Sonntag verspricht der Wochenbeginn nur wenig Abkühlung. Dem DWD zufolge werden Höchstwerte zwischen 29 und 33 Grad erreicht. Auch am Montag sind dabei noch Gewitter und Schauer möglich, die langsam in Richtung Osten ziehen. Ab Mittwoch gehe es dann mit gemäßigtem Sommerwetter weiter, hieß es am Sonntag.


Bildnachweis: © Thomas Müller/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Pfingstkirmes 2024 Bergisch Gladbach
Für Familien

Vom 18. - 21. Mai ist es wieder soweit: Die Pfingstkirmes auf dem Konrad-Adenauer-Platz in Bergisch Gladbach ist zurück!

weiterlesen...
Frische Erdbeeren direkt vom Feld
Blog

Pünktlich zum Saisonstart der Erdbeeren zeigen wir euch die beliebtesten Standorte im Rheinisch-Bergischen Kreis & Umland zum Selberpflücken

weiterlesen...
Polarlichter bringen Deutschlands Nachthimmel zum Leuchten
Aus aller Welt

Polarlichter haben am Wochenende für ein buntes Spektakel am Nachthimmel über Deutschland gesorgt. Auslöser dafür war ein extrem starker Sonnensturm.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Erdrutsch in Papua-Neuguinea: 2000 Tote befürchtet
Aus aller Welt

Mindestens 2000 Menschen sollen in Papua-Neuguinea von einem Erdrutsch verschüttet worden sein. Für sie gibt es kaum noch Hoffnung, wie ein UN-Experte sagt. Was löste das Unglück aus?

weiterlesen...
Rhein-Schwimmer wird weiter vermisst
Aus aller Welt

Wenn es warm ist, wirkt der kühle Rhein auf viele Menschen verlockend. Doch ein Bad ist lebensgefährlich, wie sich am Wochenende wieder gezeigt hat.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Erdrutsch in Papua-Neuguinea: 2000 Tote befürchtet
Aus aller Welt

Mindestens 2000 Menschen sollen in Papua-Neuguinea von einem Erdrutsch verschüttet worden sein. Für sie gibt es kaum noch Hoffnung, wie ein UN-Experte sagt. Was löste das Unglück aus?

weiterlesen...
Rhein-Schwimmer wird weiter vermisst
Aus aller Welt

Wenn es warm ist, wirkt der kühle Rhein auf viele Menschen verlockend. Doch ein Bad ist lebensgefährlich, wie sich am Wochenende wieder gezeigt hat.

weiterlesen...