15. Februar 2023 / Aus aller Welt

Affenpocken-Ausbruch bleibt Gesundheitsnotstand

Mitte 2022 wurden in zahlreichen Ländern Affenpocken nachgewiesen. Seit Juli gilt ein internationaler Gesundheitsnotstand. Inzwischen ist die Zahl der Fälle stark zurückgegangen, doch die WHO hält am Notstand fest.

Eine eingefärbte Mikroskopaufnahme von Mpox-Partikeln (rot) in einer infizierten Zelle (blau), die im Labor kultiviert wurde.
von dpa

Trotz deutlicher Rückgänge der Affenpocken-Nachweise weltweit hebt die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den deshalb verhängten internationalen Gesundheitsnotstand nicht auf. Das teilte sie in Genf mit und folgte damit der Empfehlung eines unabhängigen Expertenrates. Es gebe immer noch Fälle von Affenpocken (Mpox) in mehr als 30 Ländern, sagte WHO-Direktor Tedros Adhanom Ghebreyesus.

«Die mögliche Untererfassung und unvollständige Meldung bestätigter Fälle in einigen Regionen ist besorgniserregend, insbesondere in Ländern, in denen bereits früher eine Übertragung der Mpox-Erkrankung vom Tier auf den Menschen gemeldet wurde», sagte er. Die WHO spricht inzwischen von Mpox und nicht mehr von monkeypox (Affenpocken), weil die Krankheit mit Affen eigentlich nichts zu tun hat, sondern nur zufällig erstmals in Affen nachgewiesen wurde. Tedros rief alle Länder auf, weiterhin wachsam zu sein.

Der Notstand gilt seit dem 23. Juli 2022, nachdem in zahlreichen Ländern plötzlich Affenpocken nachgewiesen wurden, die bei Menschen bis dahin nur aus wenigen afrikanischen Ländern bekannt waren. Die Deklaration eines internationalen Gesundheitsnotstands - oder die Aufhebung - hat keine unmittelbaren Folgen. Mit dieser Alarmstufe will die WHO bei Regierungen nur das Bewusstsein für eine Bedrohung schärfen. Länder entscheiden selbst, welche Maßnahmen sie ergreifen.

Die Krankheit wird durch das Affenpockenvirus ausgelöst. Das auffälligste Symptom sind Hautveränderungen, die auch in der Genital- und Analregion auftreten können. 96,5 Prozent der registrierten Infizierten sind nach WHO-Angaben Männer - die meisten davon 18 bis 44 Jahre alt. Rund 84 Prozent der registrierten Fälle, bei denen die sexuelle Orientierung bekannt war, sind Männer, die Sex mit Männern haben.

Die Zahl der gemeldeten Fälle von bis zu mehreren Tausend pro Woche ist seit Herbst 2022 stark zurückgegangen. In der Woche vom 6. bis 12. Februar 2023 wurden der WHO aus aller Welt noch 270 Fälle gemeldet. Insgesamt hat die WHO seit Anfang 2022 rund 86.000 Infektionen aus Dutzenden Ländern registriert und über 90 Todesfälle. In Deutschland gab es seit Mai 2022 etwa 3700 registrierte Fälle, seit Oktober wurden nur noch wenige gemeldet. Es gibt eine Schutzimpfung gegen das Virus. Die WHO hat sich stark für die Ankurbelung der Produktion eingesetzt.


Bildnachweis: © National Institute of Allergy and Infectious Diseases/AP/dpa
Copyright 2023, dpa (www.dpa.de). Alle Rechte vorbehalten

Meistgelesene Artikel

Nümbrechter Lichterfest 2024: Ein Spektakel im Kurpark
Oberbergischer Kreis

Erlebt das Nümbrechter Lichterfest am 13. Juli 2024: Ein Abend voller Musik, Tanz, Ballonglühen und Feuerwerk im Kurpark mit kulinarischen Highlights

weiterlesen...
Entdecke das Bergische Land: Historische Städte mit Charme und Geschichte
Blog

Bergisch Gladbach, Burscheid, Leichlingen und Wermelskirchen: Wir haben vier Ausflugsziele mit Tipps für die ganze Familie für euch zusammengestellt.

weiterlesen...
Stressfreie Urlaubsreise mit dem Auto: Die ultimative Checkliste für entspannte Sommerferien 2024
Blog

Stressfrei in den Sommerurlaub 2024! Entdeckt unsere Checkliste für eine sichere Autofahrt, optimalen Komfort und Unterhaltung für die ganze Familie.

weiterlesen...

Neueste Artikel

Nach wechselhaftem Wochenende kommt sonniger Wochenstart
Aus aller Welt

Bei einem Wochenendausflug sollte vielerorts ein Regenschirm im Gepäck sein. Zum Start in die neue Woche sagen die Meteorologen mehr Sonne und teils hochsommerliche Temperaturen voraus.

weiterlesen...
Heißluftballon landet nach Unfall in Donau - Verletzte
Aus aller Welt

Kurz nach dem Start kollidiert ein Heißluftballon mit einem Baum. Der Ballon landet in der Donau bei Regensburg. Mehrere Menschen werden verletzt.

weiterlesen...

Weitere Artikel derselben Kategorie

Nach wechselhaftem Wochenende kommt sonniger Wochenstart
Aus aller Welt

Bei einem Wochenendausflug sollte vielerorts ein Regenschirm im Gepäck sein. Zum Start in die neue Woche sagen die Meteorologen mehr Sonne und teils hochsommerliche Temperaturen voraus.

weiterlesen...
Heißluftballon landet nach Unfall in Donau - Verletzte
Aus aller Welt

Kurz nach dem Start kollidiert ein Heißluftballon mit einem Baum. Der Ballon landet in der Donau bei Regensburg. Mehrere Menschen werden verletzt.

weiterlesen...